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Samstag, 5. November 2011

Copenhagen Mix

Gleich zwei tolle Festivals gaben und geben letzte und diese Woche Grund zur Freude!
Da ich bis morgen allerdings noch einen Text für die Uni zu schreiben habe und ich den Tag damit verbracht habe, deutlich weniger wichtigere Sachen zu machen, wird das hier eventuell ein eher überblicksmäßiger Eintrag.

Achja. Und angeben möchte ich auch noch:
Mein Freund hat mir heute Lachsbrötchen ans Bett gebracht. Einfach so.
Erblasset vor Neid!

Copenhagen Mix...
ist ein dänisches Filmfestival für queeren Film.

Jacks Freund Frank ist unter anderem deswegen angereist, schließlich ist er Teil des New York Mix Filmfestival-Komitees.

Wir sahen:
Dr. Jekyll and Sister Hyde (1971)
Sehr lustiger Thriller, basierend auf Robert Louis Stevensons Buch Dr. Jekyll and Mr. Hyde.

Romeos
Durchaus empfehlenswert. Da steckt mehr dahinter, als der Trailer vermuten lässt, auch wenn die Schauspieler/Dialoge manchmal durchaus Feinschliff vertragen hätten können.

For 80 Days
Bitte anschauen! Wunderschön! Toller Film! Tolle Schauspieler! Cinematografisch beeindruckend! Aber vor allem bewegend!





Donnerstag, 22. September 2011

StreetArt I

Egal wo ich bin, mache ich gerne Fotos von Streetart. Das ist mit ein Grund, warum ich den Donaukanal mit seinen riesigen (ohne "ß" - danke ingwerkuchen) Graffitis so mag.
In Kopenhagen gibt es eine ganze Menge an hohen, fensterlosen Hauswänden, die für allerhand Grafisches genutzt werden. Hier ein kleiner Überlblick darüber, was ich bis jetzt so gesehen hab.
Eine Anmerkung noch: Es gibt hier sogar Graffitis, die von der Stadt geschützt und erhalten werden, so z.B. das Graffiti "Evolution" im südlichen Hafen. Ein Foto davon wirds im nächsten StreetArt-Post geben!

Da ich versucht habe zu bloggen und zu kochen gleichzeitig, ist mir auch ein kleines Kunstwerk passiert. Also falls ihr euch auch mal wundert warum euer Schneidbrett zu rauchen beginnt, während ihr drauf arbeitet: Ihr habt wahrscheinlich die darunterliegende Herdplatte eingeschaltet und nicht die mit dem Erdäpfeltopf. ;)
Man könnte die Sache auch etwas dramatischer sehen und sagen, ich hätte beinahe unsere Küche in Brand gesteckt, aber ich bevorzuge die Variante mit dem Kunstwerk... ;)

So jetzt aber raus auf die Straße:











Und dabei war ich diesmal noch gar nicht in Christiania und an ähnlichen und/oder besetzten Orten!

Montag, 19. September 2011

Sch*** Dänisch!

So, also Dänisch kann eigentlich gar nichts dafür und ich hab mich auch schon etwas beruhigt, aber vor ungefähr 15 MInuten war ich richtig sauer, so richtig!
Es geht um meinen Dänisch-Kurs. Der wird von der Uni zur Verfügung gestellt und gilt als regulärer Kurs. Es gab Probleme mit der Anmeldung "weil meine email-Adresse so komisch ist". Was für eine Ausrede. Naja, jedenfalls hab ich deswegen erst heute erfahren, wann mein Kurs stattfindet.

An dieser Stelle muss man wissen, dass Dänisch ohnehin schon unser (Jack und mein) Zusammenleben bestimmt, da wir uns Dienstag und Donnerstag praktisch gar nicht sehen, weil er den ganzen (wirklich den ganzen(!)) Abend dänisch hat.
Mein bevorzugter Kurs wäre Montag und Mittwoch Nachmittag gewesen, also kein Problem.

Der Kurs den ich jetzt bekommen habe, hat sich aber auf Abend verschoben - richtig den ganzen Abend!! Würde also bedeuten: Jack und ich sehen und erst am Freitag wieder und das jede Woche. Da kann ich ja gleich in Wien bleiben! GGGGGGGGGRRRRRRRRRRR!

*einatmen
*ausatmen

*einatmen
*ausatmen
*Ausnahmezustand ausrufen!

So wird das nicht funktionieren. Man braucht keine DAF (Deutsch als Fremdsprache) Kurse auf der Uni besucht haben um sich denken zu können, dass man Sprachen viel besser lernt, wenn sie positiv besetzt sind.

Bsp 1: Susi verliebt sich unsterblich in die Italienerin Claudia, um ihre Geliebte und deren Familie zu beindrucken besucht sie einen Italienisch-Kurs -> voll motiviert!
Bsp 2: Albert kommt aus einem Krisengebiet und sucht in einem völlig fremden Land Schutz (zb Österreich). Österreich sagt: "Wenn du nicht sofort Deutsch lernst (zwischen den Zeilen: Du hättest bereits in deinem Land einen Deutsch-Kurs besuchen müssen, hätte halt was gekostet, aber so siehts schlecht für dich aus), also in Kürze besser Deutsch sprichst als unsere Finanzministerin Englisch, kannst du gleich wieder nachhause fahren (dort droht Albert zB die Verbrennung, ausgeführt von der eigenen Familie, weil Albert schwul ist und daher eine Schande). -> Deutsch wird mit Todesängsten verbunden

Verzeiht die drastischen Beispiele.

Wenn ich nun jede Woche total sauer und angep**** im Dänischkurs sitze, wird das auch wenig helfen.

Mein Plan:
Schließlich bin ich in Dänemark. Sobald man eine dänische Sozialversicherungsnummer hat (hab ich, weil ich länger als 3 Monate hier bleibe), hat man das Recht auf 3 Jahre Dänisch-Unterricht. Und zwar richtig guten, richtig guten [sic] und zwar völlig gratis. Wenn man sich hier bei der Gemeinde meldet wird man darüber informiert. Die Unterlagen sind auch alle gratis und damit Verbunden sind auch die staatlich anerkannten Dänisch-Zertifikate (ca. 3 Stück), deren Prüfungen natürlich auch etwas kosten (das CambridgeEnglish-Certificate kostet zB um die 200 € pro Prüfung), aber ebenfalls inkludiert sind.

Also: Heute noch dort vorbeischauen. Anmelden. Und Dänemark genießen. Naja und davor noch ein paar mal kräftig aus- und einatmen um den Schreck zu verdauen.

Sonntag, 4. September 2011

Multikulti-Fest, die Zweite

Heute schauen wir mal tagsüber beim Fest vorbei. Vielleicht gibts jetzt noch was zu essen und weniger Gewalt ;)

Bis dann, Bericht folgt natürlich!

Samstag, 3. September 2011

Saures: Gewalt nach dem Multikulti-Fest

Das war jetzt schon etwas seltsam und überraschend. Wir wollten um ca. 22 Uhr noch beim nahegelegenen Multikultifest in der Rantzausgade (nette Straße, die ich nehmen kann, um mit dem Rad in die Stadt zu kommen) etwas essen.
Leider war dort schon tote Hose, weswegen wir uns ans Fenster in einem Imbisslokal mit zwei rießigen vegetarischen Sandwiches setzten.
Eine Gruppe Jugendlicher ging am Fenster vorbei, als sie ganz plötzlich damit begonnen haben, einen von ihnen zu verprügeln. Es ging alles ziemlich schnell und nach ein zwei Minuten waren sie um die Ecke gerannt.
Wir wohnen ja in Frederiksberg an der Grenze zum Stadtteil Nørrebro, der dafür bekannt ist, gefährlich zu sein. Allerdings gefährlich für dänische Verhältnisse.
Als ich in Hernals (Wien) wohnte gabs in unserer Straße schließlich auch Schießereien und am Julius-Tandler-Platz wurde, während ich dort wohnte auch eine Frau ermordert. Also mal abwarten was wir noch so alles mitbekommen werden.

Wie gesagt wohnen wir in Frederiksberg - ein ziemlicher fnfn-Berzirk mit sehr vielen Einfamilien-Villern mitten in der Stadt. Also wir sind sicher. Aber mal schauen was wir aus dem Nachbarbezirk noch so hören werden.

Liebe Grüße und gute Nacht!
(Wir trinken noch heiße Schokolade mit Süßem Milchschaum und lesen Treasure Island - sehr empfählenswert!)